LPVO-Optiken
Optiken mit variablem Niedrigvergrößerungsbereich, von 1-4x bis 1-10x: ein einziges Instrument für den Nahkampfeinsatz und mittlere Distanzen.
Das echte 1x ist der entscheidende Punkt
Ein LPVO ergibt nur dann Sinn, wenn es sich bei 1x wie ein Kollimator verhält, d. h. wenn die Vergrößerung tatsächlich einfach ist. Ist das der Fall, schießt man mit beiden offenen Augen, und das Gehirn überlagert beide Bilder mühelos. Ist es das nicht — auch nur geringfügig — bricht das binokulare Sehen zusammen, und der Vorteil gegenüber einem Red Dot entfällt.
Erste oder zweite Bildebene
In der ersten Bildebene skaliert das Absehen mit der Vergrößerung: Die Unterteilungen behalten bei jeder Zoomstufe ihren Winkelwert, sodass Maße und Korrekturen stets gültig bleiben. Der Nachteil besteht darin, dass das Absehen bei 1x klein und schwer erkennbar wird — weshalb FFP-Modelle fast immer einen beleuchteten Mittelpunkt haben.
In der zweiten Bildebene behält das Absehen dieselbe scheinbare Größe: bei 1x besser lesbar, aber die Unterteilungen gelten nur bei der Kalibrierungsvergrößerung, in der Regel der maximalen.
Berücksichtigen Sie außerdem den Augenabstand und das Gewicht: Ein LPVO mit Montage wiegt so viel wie ein Red Dot zusammen mit einem Magnifier und wird auf dieselbe Schiene montiert.





























